Ein ganzes Dorf ist auf den Beinen: Der Thurgauer Nationalturntag fand in Bettwiesen statt – 80 Helferinnen und Helfer machten das möglich
Vergangenen Samstag war Bettwiesen zum zweiten Mal nach 2019 Austragungsort des Thurgauer Nationalturntags. Die organisierende Männerriege Bettwiesen bekam viel Lob für die Organisation des gut besuchten Anlasses. Und auch sportlich konnten sich die Einheimischen auszeichnen.
Thurgauer Zeitung -
«Wir sind schon ein eingespieltes Team und brauchten zwei, drei Sitzungen. Dann wusste jeder, was er zu tun hat.»
Sandwichmacher und Weitenmesserinnen
Unkompliziert ist es aber nur, weil hier alle am gleichen Strick ziehen. Während sich die wehrhaften Mannen im Sägemehl bekämpfen und die Jüngsten schöne Turnübungen vollbringen, sind gut 80 Frauen und Männer im Vorder- und Hintergrund im Einsatz, damit alles seine Richtigkeit hat. Nebst der Männerriege sind auch die befreundeten turnenden Vereine des Turnverein Bettwiesen und des Frauenturnverein Bettwiesen unermüdlich im Einsatz. Und wer meint, sich bei einem Job ausruhen zu können, der irrt.
Ähnlich wie beim sportlichen Wettkampf, wo es für die Athleten um Meter, Sekunden, gewonnene Gänge und Punkte geht, sind manche Helferinnen und Helfer als wahre Multitalente unterwegs. Allein ein Blick auf die Einsatzliste verrät, dass beispielsweise ein Mann zuerst am frühen Morgen für eineinhalb Stunden in der Sandwichvorbereitung eingesetzt worden ist, bevor er später als Kampfrichter und am Ende des Abends fürs Aufräumen eingeteilt ist.
Doch alle packen an, was zwar nicht selbstverständlich ist, in Bettwiesen aber nicht verwundert. «Als wir angefragt wurden, ob wir den Nationalturntag durchführen wollten, haben 34 von 36 Mitgliedern sofort Ja gesagt», erzählt OK-Präsident Ralph Siegenthaler – und seine Augen glänzen dabei.
Gute Thurgauer Leistungen und Organisation
Grossen Grund zur Freude haben auch die Thurgauer Athleten. In der höchsten Klasse, der Kategorie A, belegt doch Ernst Bühler vom STV Zihlschlacht den zweiten Rang. Gar einen Kategoriensieger gibt es in der Kategorie L2, wo Andrin Habegger vom NTR Märstetten gewonnen hat. Sein Vereinskamerad Kilian Kolb rundet als Dritter das hervorragende Resultat ab. Auch der Präsident des Thurgauer Nationalturnerverbands, Philippe Keller, Pfyn, ist von den Leistungen der Einheimischen, aber auch vom Ambiente in Bettwiesen, schon zur Mittagszeit sehr angetan: Er sagt:
«Es ist hier alles bestens organisiert. Wir dürfen mit dem hier Gebotenen sehr zufrieden sein.»



